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Diabetes-Irrtümer - der Faktencheck


Jeder Diabetiker muss Insulin spritzen.

Das gilt nur für Typ-1-Diabetiker. Bei Typ-2-Diabetes reicht manchmal schon ein gesünderer Lebensstil (z.B. mehr Bewegung, gesunde Ernährung), um den Blutzuckerwerte unter Kontrolle zu halten. Wenn nicht, werden Tabletten verordnet. Insulintherapie ist erst die letzte Option.


Diabetes bekommt man, wenn man zu viel Süßes ist

Das ist nicht unbedingt so. Wer aber viel Schokolade & Co. isst, nimmt leicht zu. Und Übergewicht ist eine Hauptursache von Typ-2-Diabetes. Bei Typ-1-Diabetes dagegen spielt der Konsum von Süßigkeiten als Krankheitsursache keine Rolle.


Altersdiabetes bekommen nur alte Menschen

Der Name Altersdiabetes (für Typ-2-Diabetes) kommt daher, dass er meist im (höheren) Erwachsenenalter auftritt. Heute erkranken aber auch immer mehr Kinder und Jugendliche an Typ-2-Diabetes, und zwar wenn sie übergewichtig sind.


Ein bisschen zu viel Zucker im Blut, schadet nicht.

Ist der Blutzuckerspiegel über längere Zeit erhöht, kann das sehr wohl Schaden anrichten - auch wenn die Erhöhung nur gering ist. Der Zuckerüberschuss im Blut schädigt die Gefäße und führt zu einer Arteriosklerose, und damit unter anderem zu Herzinfarkt und Schlaganfall.


Alle Diabetiker sind dick.

Die meisten Typ-2-Diabetiker sind tatsächlich übergewichtig, aber nicht alle. Denn auch andere Faktoren spielen bei der Krankheitsentstehung eine Rolle (z.B. Veranlagung). Bei anderen Formen von Diabetes (wie Typ-1-Diabetes) haben sogar viele Betroffene Normalgewicht.


Wer einmal Insulin spritzt, muss das ein Leben lang tun.

Das trifft nur auf Typ-1-Diabetiker zu. Typ-2-Diabetiker, die Insulin spritzen müssen, können manchmal wieder davon los kommen. Mit Ernährungsumstellung, Gewichtsabnahme und mehr Bewegung lässt sich die Stoffwechsellage oft so weit verbessern, dass Tabletten zur Blutzuckerkontrolle ausreichen.


Diabetiker müssen eine spezielle Diät einhalten.

Das galt früher. Heute wird Diabetikern die gleiche ausgewogene Mischkost empfohlen wie Gesunden: komplexe Kohlenhydrate (wie Vollkornwaren, Kartoffeln), wenig Zucker, Ballaststoffe, ungesättigte Fettsäuren, tierische Eiweiße in Maßen, Obst und Gemüse. Diabetiker müssen dabei die Kohlenhydratmenge und bei Übergewicht auch die Kalorien im Auge behalten.


Diabetiker müssen Diabetikerprodukte essen.

Zuckerkranke brauchen keine speziellen Diabetikerprodukte - im Gegenteil: Diese Produkte können sogar von Nachteil sein, weil sie oftmals große Mengen an Fett und damit Kalorien enthalten. Noch dazu sind Diabetikerprodukte meist deutlich teurer als ihre "normalen" Pendants.


Für Diabetiker ist Zucker absolut tabu.

In engen Grenzen dürfen Diabetiker durchaus Haushaltszucker essen, wenn ihr Blutzucker gut eingestellt ist. Alternativ können Süßstoffe verwendet werden (wie Acesulfam, Aspartam). Sie sind praktisch kalorienfrei und erhöhen nicht den Blutzuckerspiegel.


Einmal Diabetiker, immer Diabetiker.

Typ-1-Diabetes ist tatsächlich nicht heilbar. Im Prinzip gilt das auch für Typ-2-Diabetes: Hier kann aber eine konsequente Therapie (inkl. Lebensstiländerung) die Stoffwechsellage so weit stabilisieren, dass der Betroffene im Alltag kaum noch etwas von seiner Krankheit merkt. Ein Schwangerschaftsdiabetes schließlich verschwindet nach der Geburt meist von allein.
 

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