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Schwanger? Worauf sie jetzt achten müssen!

Mit der Schwangerschaft ändert sich das Leben. Dinge, die vorher erlaubt waren und über die man noch nie nachgedacht hat, sind plötzlich verboten – und zwar nicht nur Zigaretten und Alkohol, sondern beispielsweise auch Salami. Doch nicht bei allem ist Zurückhaltung angesagt, lesen Sie hier was Sie dürfen und wovon Sie lieber die Finger lassen sollten!

Muss ich auf meinen morgendlichen Kaffee verzichten?


Nein, doch nach 200 Milligram Koffein pro Tag sollte Schluss sein, das ist die neue Empfehlung der European Food Safety Authority. Das heißt: Ein bis zwei Tassen Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke sind okay. Mehr aber nicht, denn das Koffein gelangt über die Plazenta direkt zum ungeborenen Kind. Schwerwiegende Folgen hat das bei mäßigem Kaffeegenuss nach aktueller Studienlage nicht. Völlig verzichten sollten Sie in der Schwangerschaft allerdings auf Energiedrinks.

Muss ich meine Frühstücksgewohnheiten ändern?


Wenn Sie Camembert lieben, dann ja. Denn Schwangere sollten keinen Rohmilchkäse essen: Er wird nur gering erhitzt und kann gefährliche Keime wie Listerien oder Tuberkuloseerreger enthalten. Unbedenklich sind allerdings Käseerzeugnisse aus pasteurisierter Milch oder Hartkäse aus Rohmilch, wie Parmesan: Hier können die Keime aufgrund des hohen Salzgehalts, dem niedrigen PH-Wert sowie dem geringen Wassergehalt nicht überleben. Doch auch hier gilt: Rinde breit abschneiden - dort tummeln sich gerne Listerien.

Darf ich Fleisch und Wurst ohne Bedenken essen?


Jein, sie dürfen Fleisch essen, wenn es gut durchgebraten oder gegart ist. Rohes Fleisch und Wurstwaren wie Mett oder Salami sind dagegen tabu – sie können Listerien und Toxoplasmoseerreger enthalten. Ähnlich ist es bei Fisch: Nur stark erhitzt ist er unbedenklich. Also Finger weg von Sushi. Zudem sollten sich Schwangere nach dem Kontakt mit rohem Fisch und Fleisch gründlich die Hände waschen. Und dies gilt übrigens auch für den Kontakt mit Katzen, auch sie können Toxoplasmose übertragen.

Ist ein Gläschen Prosecco in Ordnung?


Experten sagen Nein, denn auch kleine Mengen können das ungeborene Kind gefährden - vom vermehrten Konsum ganz zu schweigen. Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft trinken, kommen häufiger zu klein oder zu früh auf die Welt. Auch körperliche Fehlbildungen, Intelligenzeinbüßungen sowie Wahrnehmungs- und Verhaltensstörungen können die Folge sein. Daher heißt es lieber ein Glas Orangen-Saft als ein Schluck Prosecco.

Ist Sex in der Schwangerschaft ein Problem?


Nein, auch in der Schwangerschaft darf man sich mit seinem Liebsten Vergnügen. Das Kind ist durch Gebärmutter, Fruchtwasser und Muskeln vor den Erschütterungen geschützt. Wichtig ist es jedoch auf Hygiene zu achten, denn eine Infektion mit Bakterien oder Pilzen kann vorzeitige Wehen auslösen. In einigen Fällen muss die werdende Mutter jedoch gänzlich auf Sex verzichten, zum Beispiel bei früheren Fehlgeburten oder vorzeitigem Öffnen des Muttermunds. Fragen Sie im Zweifel Ihren Frauenarzt.

Kann Bergsteigen dem ungeborenen Kind schaden?


Für viele sicherlich überraschend, aber: Ja, ab 2.500 Höhenmetern wird es kritisch. Der Sauerstoffgehalt der Luft nimmt mit zunehmender Höhe ab. Dadurch ist auch die Sauerstoffversorgung des ungeborenen Kindes verringert. Dies ist gefährlich, besonders für das Gehirn des Kindes. Darüber hinaus gilt: Bei Risikoschwangerschaften wie zum Beispiel einer Plazenta-Unterfunktion sollten Schwangere lieber auf das Wandern in den Bergen verzichten.

Darf ich ab und zu, zur Zigarette greifen?


Nein! Jeder Zug am Glimmstängel schadet dem Kind, denn es raucht buchstäblich mit. Die Folgen sind schwerwiegend: Früh-, Fehl- und Totgeburten sowie eine Reihe weiterer Komplikationen. Doch nicht nur das, auch nach der Geburt hat das Kind einer Raucherin schlechte Karten. Meist kommt es zu klein und mit einer eingeschränkten Lungenfunktion auf die Welt. Im weiteren Verlauf kommen oft eine geringere Intelligenz sowie Wachstums- und Entwicklungsstörungen hinzu. Ferner ist das Risiko für einen plötzlichen Kindstod, Asthma und psychische Erkrankungen erhöht.

Kopfwehtabletten bergen kein Risiko, oder!


Mit Medikamenten in der Schwangerschaft ist das so eine Sache: Eigentlich sollen sie gesund machen, dem ungeborenen Kind können sie jedoch erheblich schaden. Am besten ist es generell auf Medikamente in der Schwangerschaft und auch in der Stillzeit zu verzichten. Ist dies nicht möglich, sollte die Anwendung gut überlegt und mit dem Frauenarzt abgestimmt werden. Und dies gilt auch für rezeptfreie Mittel wie Nasenspray oder Kopfschmerztabletten.

Darf ich in den Urlaub fliegen?


Ja, Fliegen ist auch mit Babybauch möglich. Zwar ist jeder Flug mit Stress und Aufregung verbunden. Hinzu kommen die hohe Strahlenbelastung in luftiger Höhe und der niedrigere Sauerstoffpartialdruck in der Kabine. Aber: Das dadurch bedingte Risiko schätzen Frauenärzte und das Bundesamt für Strahlenschutz als gering ein. Daher ist es für Schwangere kein Problem zu fliegen – vorausgesetzt, es handelt sich nicht um eine Risikoschwangerschaft. Die meisten Fluggesellschaften lassen schwangere Frauen bis zur 34. oder 36. Schwangerschaftswoche noch mit an Board.

Muss ich mich beim Sport zurückhalten?


Im Allgemeinen nicht – die meisten Sportarten sind auch in der Schwangerschaft erlaubt und sogar erwünscht. Sie steigern das Wohlbefinden, stärken den Rücken, beugen Kreislauf- und Verdauungsproblem vor und senken das Risiko für Thrombosen sowie Schwangerschaftsdiabetes. Tabu sind jedoch Übungen für die geraden Bauchmuskeln, hartes Training, Leistungssport sowie Sportarten mit einem hohem Verletzungs- und Sturzrisiko wie zum Beispiel Skifahren.

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