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Verein zur Förderung der Tropenstation La Gamba

Der Name unserer Apotheke ist Programm: Die Apotheke Regenwald im Wiener Donau Zentrum fühlt sich dem Gedanken verbunden, dass menschliche Gesundheit und eine intakte Natur untrennbar zusammengehören. Zahlreiche unserer wirksamsten Arzneistoffe haben ihren Ursprung in der Pflanzenwelt der Tropen. Umso mehr liegt uns ein Projekt am Herzen, das österreichisches Engagement mit dem Schutz eines der artenreichsten Lebensräume der Erde verbindet: die Tropenstation La Gamba in Costa Rica und der Verein zur Förderung der Tropenstation La Gamba. Als Apotheke, die ihren Namen ganz bewusst gewählt hat, möchten wir Ihnen dieses Projekt vorstellen.

 

Eine österreichische Idee für den Regenwald Costa Ricas

Die Geschichte beginnt 1991, als der Wiener Musiker Prof. Michael Schnitzler den Verein „Regenwald der Österreicher" gründete. Sein Ziel war es, in Österreich Spenden zu sammeln, um den bedrohten Tieflandregenwald im Südwesten Costa Ricas Stück für Stück freizukaufen und so vor der Abholzung zu bewahren. Aus dieser Initiative entstand 1993 die Tropenstation La Gamba, die sich dank des Einsatzes Wiener Biologen – allen voran Anton Weissenhofer und Werner Huber – zu einer leistungsfähigen Forschungseinrichtung entwickelt hat. Über 4.000 Hektar Wald wurden im Lauf der Jahre freigekauft und großteils dem costa-ricanischen Nationalpark zur dauerhaften Sicherung übergeben. 2022 legte Michael Schnitzler die Obmannschaft in jüngere Hände und übergab den Verein an Anton Weissenhofer. Heute glänzt die Station mit einer überaus positiven Bilanz in Bezug auf tropenrelevante Wissenschafts-, Ausbildungs- und Fortbildungstätigkeit.


Forschung mitten im Regenwald

Die Tropenstation La Gamba liegt nahe der Pazifikküste in der Provinz Puntarenas, unweit der Hafenstadt Golfito und direkt am Rande des Nationalparks Piedras Blancas. Dieser schützt einen der letzten ursprünglichen tropischen Tieflandregenwälder Mittelamerikas, der wegen des angrenzenden Rio Esquinas auch „Bosque Esquinas" genannt wird. Auf rund fünf Quadratkilometern eigener Flächen, die Wälder, Weiden und Wiederbewaldungsgebiete umfassen, bietet die Station Wissenschaftlerinnen, Studierenden und naturinteressierten Gästen ideale Bedingungen für Feldforschung, Exkursionen und Studienreisen. In enger Zusammenarbeit mit der Universität Wien und der Universität für Bodenkultur werden hier laufend Forschungsprojekte durchgeführt, die unser Wissen über tropische Ökosysteme vertiefen. Jahr für Jahr reisen Forscherinnen und Forscher aus aller Welt an, um die Geheimnisse dieses außergewöhnlichen Lebensraums zu ergründen.

Ein Hotspot der Artenvielfalt

Die Region rund um den Golfo Dulce zählt zu den artenreichsten Gebieten der Erde. Auf engstem Raum leben hier unzählige Pflanzen-, Tier- und Pilzarten, von denen viele bis heute kaum erforscht sind. Dass Naturschutz Wirkung zeigt, beweist eindrucksvoll der Scharlach-Ara: Der prächtige Papagei war in der Region nahezu verschwunden, konnte dank gezielter Schutzbemühungen aber wieder angesiedelt werden und ist heute wieder häufiger zu beobachten. Auch eigene Wildhüter sorgen dafür, dass das Gebiet langfristig geschützt bleibt. Genau diese Vielfalt macht La Gamba zu einem so wertvollen Studienort: Wer verstehen will, wie tropische Lebensgemeinschaften funktionieren, findet hier ein lebendiges Freilandlabor. Für eine Apotheke ist dieser Gedanke besonders greifbar, denn die moderne Medizin verdankt der Natur einen Großteil ihrer Wirkstoffe – und jede verlorene Art kann auch den Verlust einer möglichen Heilpflanze von morgen bedeuten.

Der biologische Korridor COBIGA

Ein zentrales Anliegen der Station ist heute der Aufbau des biologischen Korridors COBIGA. Er soll die Tieflandregenwälder des Nationalparks Piedras Blancas mit den höher gelegenen Bergregenwäldern der Fila Cal verbinden. Durch den gezielten Ankauf von Grundstücken und die Wiederbewaldung ehemaliger Weide- und Plantagenflächen mit einheimischen Baumarten entstehen wieder durchgängige Lebensräume. So können Tiere und Pflanzen zwischen den einst isolierten Waldgebieten wandern – eine wichtige Voraussetzung, um die Artenvielfalt langfristig zu erhalten. Ergänzt wird dieser Ansatz durch nachhaltigen Ökotourismus, etwa in der von Vereinsseite betriebenen Esquinas Rainforest Lodge, die Schutz und sanften Naturtourismus miteinander verbindet.

Warum uns dieses Projekt am Herzen liegt

Als Apotheke Regenwald sehen wir uns als Teil eines größeren Ganzen. Tag für Tag beraten wir unsere Kundinnen und Kunden zu Gesundheit, Vorsorge und Naturheilkunde – Themen, die ohne eine gesunde Umwelt nicht denkbar sind. Gerade unsere Liebe zu pflanzlichen und naturheilkundlichen Mitteln macht die Verbindung zum Regenwald besonders naheliegend. Er ist nicht nur die „grüne Lunge" unseres Planeten, sondern auch eine unerschöpfliche Apotheke der Natur. Sein Schutz ist damit ein Anliegen, das weit über Costa Rica hinausreicht und unmittelbar mit unserem Selbstverständnis als Apotheke zu tun hat.

Werden Sie Teil des Projekts

Um den Betrieb dieser einzigartigen österreichischen Tropenstation dauerhaft zu sichern, wurde der Verein zur Förderung der Tropenstation La Gamba, Costa Rica, ins Leben gerufen. Die nötigen Mittel stammen aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Sponsorings aus privater Hand sowie aus ergänzenden öffentlichen Förderungen. Der Verein steht allen Menschen offen, die sich für die Tropen, den Klimaschutz, Costa Rica und Lateinamerika begeistern. Schon eine Mitgliedschaft hilft mit, Forschung und Naturschutz vor Ort weiterzuführen – jeder Beitrag fließt direkt in den Erhalt des Regenwaldes, in wissenschaftliche Arbeit und in die Wiederbewaldung wertvoller Flächen.
Interesse geweckt? Dann freuen wir uns, wenn Sie sich näher informieren und vielleicht selbst Mitglied werden. Gemeinsam leisten wir einen kleinen, aber wirksamen Beitrag zum Erhalt eines außergewöhnlichen Stücks Natur – und damit zur Gesundheit von Mensch und Planet. Herzlichen Dank an alle, die dieses wertvolle Projekt schon heute mittragen.
Mitglied werden
 
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