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Isländisch Moos

 

Sanft zu rauen Kehlen – Isländisches Moos

Isländisch Moos
Das Moos, das eigentlich eine Flechte ist.
Seinem Aussehen hat das Isländische Moos seinen Namen zu verdanken. Früher bezeichnete man alle Pflanzen, die äußerlich einem Moos glichen, auch als Moos. In Wirklichkeit ist das Isländische Moos eine Flechte, sollte also korrekterweise als Isländische Flechte (lat. Cetraria islandica) bezeichnet werden und gehört zu der Familie der Schlüsselflechten (Parmeliaceae). In Flechten leben bestimmte Pilzarten und Algen in einer dauerhaften Lebensgemeinschaft (Symbiose).
Die Bezeichnung Isländisches Moos oder Lungenmoos ist aber weiterhin geläufig, wenn auch botanisch gesehen nicht richtig. Einige von Ihnen werden das Isländische Moos auch unter „ Kramperltee “ kennen.
Die Pflanze ist weit verbreitet. Die Isländische Flechte findet man auf sauren Böden vom hohen Norden bis in die Alpen. Sie wird ungefähr 10 cm hoch, strauchig und verzweigt sich in immer feiner werdende „Blätter“. Medizinisch verwendet wird die ganze getrocknete Flechte (lat. Lichen islandicus).
 

Welche Inhaltsstoffe findet man in der Isländischen Flechte?


Mehr als die Hälfte des Flechtenkörpers besteht aus Polysaccharid – Schleimstoffen mit unterschiedlichem Lösungsverhalten. So fällt der Hauptanteil an Lichenan (= Lichenin), das sich nur in heißem Wasser löst. Isolichenan (= Isolichenin), die zweite Komponente, löst sich hingegen schon in kaltem Wasser.
Schleimstoffe schützen entzündete und angegriffene Schleimhäute, indem sie diese mit einer „Schutzschicht“ überziehen. Sie schirmen die Schleimhaut etwa gegen trockene Atemluft ab, so dass sich diese besser erholen kann.
Von den ebenfalls enthaltenen bitter schmeckenden Flechtensäuren geht eine gewisse keimhemmende Wirkung aus.
Einsatzgebiete der Isländischen Flechte
 

Kratzt´s im Hals


Man findet Isländisches Moos in verschiedenen reizlindernden Hustenteemischungen, so etwa auch im „ Reizlindernden Hustentee“, der von der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie (Universität Wien) bei trockenem Reizhusten empfohlen wird.
 

Reizlindernder Hustentee

  • Eibischblatt 20 Teile
  • Eibischwurzel 55 Teile
  • Isländische Flechte 20 Teile
  • Malvenblüte 5 Teile
Ein Esslöffel dieser Teemischung (die wir gerne für Sie anfertigen) wird mit einer großen Tasse Wasser von Zimmertemperatur übergossen und 1 bis 2 Stunden stehen gelassen. Abseihen und leicht angewärmt schluckweise trinken.

Auszüge aus der Isländischen Flechte werden zum Lutschen in Pastillenform angeboten (Isla-Moos, Isla Mint und Isla Cassis Pastillen) Praktisch für unterwegs und für Personen, die viel reden müssen.

Auch Gurgeln mit dem Kramperltee ist gut für raue Kehlen: Setzen Sie die Gurgellösung kalt an (1,5 Stunden in kaltem Wasser ziehen lassen). In kaltem Wasser lösen sich zwar nicht alle Schleimstoffe, wie etwa das Lichenan (siehe Inhaltsstoffe), aber den bitteren Geschmack der Flechtensäuren, die in kaltem Wasser unlöslich sind, kann man so umgehen.
 

Fehlt der Appetit


Hier nützt man die Wirkung der enthaltenen Bitterstoffe. Diese regen den Appetit an, während die Schleimhäute des Magen-Darmtrakts durch die Schleimstoffe der Isländischen Flechte geschützt werden.
 

Mild und gut verträglich


Isländisches Moos ist sehr gut verträglich und auch für empfindliche Personen und Kinder geeignet. Nur sehr selten kommt es bei äußerer Anwendung zu einer Überempfindlichkeit gegenüber Flechtensäuren.

Für Fragen stehen wir jederzeit zur Verfügung!

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