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7 Tipps gegen Schwangerschaftsübelkeit

Ungefähr 75 Prozent aller schwangeren Frauen leiden unter Schwangerschaftsübelkeit. Bei den meisten Frauen ist die Übelkeit auf die ersten drei Monate der Schwangerschaft begrenzt. In extremen Fällen können die Beschwerden aber auch während der gesamten neun Monate anhalten. Häufig geht die Übelkeit mit weiteren Symptomen wie Schwindel, Erbrechen oder Durchfall einher. Wir verraten, was gegen Übelkeit in der Schwangerschaft hilft und welche Hausmittel besonders wirksam sind.

Ursachen von Schwangerschaftsübelkeit


Warum vielen schwangeren Frauen immer wieder übel wird, ist noch nicht endgültig geklärt. Vermutlich steht die Schwangerschaftsübelkeit jedoch mit dem Schwangerschaftshormon HCG in Zusammenhang. 
Der HCG-Spiegel erreicht zwischen der achten und der zehnten Schwangerschaftswoche seinen Höhepunkt – dadurch lässt sich erklären, warum bei vielen Frauen die Übelkeit nach dem dritten Monat deutlich abnimmt.

Wann und wie lange tritt die Übelkeit auf?


Generell ist es ganz unterschiedlich, wann und wie lange schwangeren Frauen übel wird. Einigen ist nur am Morgen schlecht, andere leiden auch tagsüber und abends unter Beschwerden. Bei vielen Frauen setzt die Übelkeit ab der fünften Schwangerschaftswoche ein und hört nach den ersten drei Monaten wieder auf. In einigen Fällen können die unangenehmen Symptome aber auch länger bestehen bleiben.

Häufig verschlimmern sich die Beschwerden durch Hunger, Müdigkeit und Stress. Versuchen Sie diese Zustände während der Schwangerschaft also möglichst zu vermeiden: Essen Sie ausreichend, schlafen Sie genug und bauen Sie immer wieder Entspannungspausen in Ihren Alltag ein. Darüber hinaus können die Beschwerden auch bei einer Mehrlingsschwangerschaft stärker ausfallen.

Schwangerschaftsübelkeit ist kein Grund zur Sorge


Dass Frauen während der Schwangerschaft häufiger übel ist, ist kein Grund zur Sorge: Dem Baby geht es trotz Ihrer Beschwerden gut. 

Schwindel und Müdigkeit als Begleitsymptome


Übelkeit ist meist nicht das einzige Anzeichen einer Schwangerschaft – häufig kommt es zu Beginn außerdem zu Müdigkeit und Schwindel. Um Schwindel vorzubeugen, sollten Sie regelmäßig essen und sich ausreichend bewegen. Vermeiden Sie außerdem rasche Bewegungen – etwa beim Aufstehen aus der Hocke oder dem Bett. Tritt der Schwindel vorwiegend morgens beim Aufstehen auf, können Sie mit leichter Morgengymnastik im Bett vorbeugen.

Wenn Sie neben der Übelkeit auch unter Kopfschmerzen oder Fieber leiden, sollten Sie sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen. Unter Umständen stecken dann nämlich andere gesundheitliche Probleme hinter Ihren Beschwerden.


Mit diesen 7 Tipps können Sie der Schwangerschaftsübelkeit Abhilfe schaffen


1) Vermeiden Sie während der Schwangerschaft niedrige Blutzuckerspiegel und einen leeren Magen, denn diese verschlimmern die Schwangerschaftsübelkeit. Nehmen Sie fünf bis sechs kleine statt drei großen Mahlzeiten zu sich. Kauen Sie bei aufkommender Übelkeit trockene Haferflocke oder Kürbiskerne, auch eine Banane ist – vor allem für unterwegs – gut geeignet.

2) Essen Sie während der Schwangerschaft das, was Sie vertragen und worauf Sie Lust haben. Häufig wird fettes und stark gewürztes Essen schlecht vertragen. Günstig sind leichte Speisen wie Obst, Gemüse, Rohkost und Milchprodukte.

3) Falls Sie gar nichts Festes essen wollen/können, sollten Sie als Schwangere zumindest genügend Flüssigkeit zu sich nehmen: Wasser, Fruchtsäfte (viele Frauen hilft Grapefruitsaft, aber bitte nur nach Rücksprache mit dem Arzt, falls Sie zusätzlich Medikamente einnehmen müssen!), klare Suppen, Getreidekaffee oder auch Eis bzw. Sorbets, wenn Sie lieber etwas Kaltes mögen.

4) Stellen Sie sich während der Schwangerschaft abends auf dem Nachtkästchen Zwieback, Knäckebrot, Kräcker oder Trockenfrüchte bereit und essen Sie etwas, bevor Sie aufstehen. Oder lassen Sie sich von Ihrem Partner Frühstück ans Bett bringen.

5) Kräutertees können Ihnen bei Schwangerschaftsübelkeit helfen. Bewährt haben sich z.B. Melisse oder Pfefferminze. Viele Frauen schwören auch auf Ingwer. Für eine Tasse Ingwertee benötigen Sie einen halben Teelöffel frisch geraspelten Ingwer, den Sie mit einem Viertel Liter kochendem Wasser übergießen und abgedeckt fünf bis zehn Minuten ziehen lassen. Trinken Sie drei bis vier Tassen mit Honig gesüßten Ingwertee über den Tag verteilt. Falls Sie den Tee lieber kühl trinken: Sie können auch ein zwei Zentimeter großes Stück geschälten Ingwer kleinschneiden und in einem dreiviertel Liter Wasser zehn Minuten lang kochen. Danach abseihen, mit Honig süßen und nach Geschmack mit etwas Zitronensaft abrunden. Stellen Sie den Ingwertee kalt und trinken Sie über den Tag verteilt davon. Unterwegs können Sie kandierten Ingwer essen.

6) Manchen Frauen hilft die Homöopathie bei Schwangerschaftsübelkeit am besten. Hier einige Beispiele: Nux vomica (Strychnos nux vomica) ist das Mittel der Wahl, wenn Sie würgen müssen, ohne richtig erbrechen zu können. Wenn Ihnen ständig schlecht ist und Sie brechen müssen, ist Ipecacuanha (Psychotria ipecacuanha)  passend. Bei bitterem Erbrechen und saurem Aufstoßen vor allem nach fettem Essen, Eis oder Kuchen hilft Pulsatilla pratensis.  Nehmen Sie eine Tablette oder fünf Globuli in der Potenz D12 bei Bedarf.

7) Akupressur hilft ebenfalls gegen Schwangerschaftsübelkeit und Erbrechen. Es gibt spezielle Akupressurbänder (z.B. HOP-Akupressur-Bänder) gegen Reiseübelkeit, die auch bei Schwangerschaftsübelkeit gute Dienste tun.

Apotheke Regenwald
Wagramerstraße 81/Top 134, 1220 Wien
Tel.: +43/1/202 28 13
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