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11 wichtige Fakten zu AIDS



Auch wenn man weniger darüber hört als früher - besiegt ist AIDS noch lange nicht. Denn der Feind ist winzig klein und unheimlich wandelbar: das „Human Immunodeficiency Virus“, kurz HIV, entert Immunzellen und spannt sie für seine Zwecke ein. Dadurch schwächt es das Immunsystem und macht den Körper anfällig für Krankheiten. Deswegen auch der Name AIDS, was zu Deutsch für „Erworbenes Immundefektsyndrom“ steht. Die wichtigsten Fakten für Sie im Überblick.

AIDS ist jung


AIDS begleitet die Menschen noch gar nicht so lange. 1981 wurde das Krankheitsbild erstmals beschrieben. Ursprünglich trat HIV vor allem in Entwicklungsländern auf, unternahm aber von dort aus seinen Siegeszug um die Welt. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren Ende 2014 etwa 36,9 Millionen Menschen HIV-infiziert.

HIV kommt von Affen


Experten sind sich heute ziemlich sicher, dass HIV ursprünglich von Affen stammt. Ähnliche Viren wurden bei Schimpansen und Gorillas entdeckt. Vergleiche des Genmaterials der Erreger zeigen: Der Übersprung auf den Menschen erfolgte Anfang des 20. Jahrhunderts. Verbreitet wurde HIV dann möglicherweise durch die intravenöse Behandlung von Tropenkrankheiten – denn um die 30er- bis 50er-Jahre galten noch nicht die heutigen Hygienestandards.

AIDS ist tödlich


Auch wenn die Lebenserwartung eines Menschen mit HIV oder AIDS heute wesentlich höher ist als noch vor einigen Jahren, fordert AIDS vor allem in den Entwicklungsländern immer noch einen hohen Blutzoll. In vielen Fällen sind es Lungenentzündungen oder Tuberkulose, die wegen des geschwächten Immunsystem von AIDS-Kranken tödlich enden.

HIV wird beim Sex übertragen


HI-Viren werden über Blut oder infektiöse Körperflüssigkeiten übertragen, dazu gehört Sperma, Vaginalsekret und der Flüssigkeitsfilm der Darmschleimhaut. In der Folge erfolgen HIV-Infektionen vor allem über ungeschützten Geschlechtskontakt. Durch kleine Verletzungen in der Haut kann das Virus dann eindringen. Dabei gilt: Je höher die Virenlast in der Körperflüssigkeit, desto eher steckt man sich an.

Stillen ist gefährlich, Speichel nicht


HIV wird nicht nur über Sex verbreitet. In einigen Fällen haben sich Menschen über Blut (etwa Blutkonserven, Spritzbesteck) angesteckt. Ebenso können Mütter mit HIV bei der Geburt und beim Stillen ihre Kinder infizieren. Was viele nicht wissen: HIV wird nicht beim Küssen oder Niesen verbreitet. Durch intakte Haut können die Viren ohnehin nicht in den Körper eindringen. Ein soziales Miteinander mit einem HIV-Infizierten birgt deswegen kein Infektionsrisiko.

HIV wird anfangs oft verkannt


In den meisten Fällen treten zwei bis drei Wochen nach der Infektion erste, relativ milde Symptome auf. Sie werden meist als grippaler Infekt fehlgedeutet, mit Fieber, geschwollenen Lymphknoten, Schluckbeschwerden und manchmal Durchfall. Danach verhalten sich die Viren erst einmal unauffällig – diese Phase kann Monate oder sogar Jahre dauern.

HIV schlummert lange im Körper


Die HI-Viren befallen im Körper vor allem die sogenannten Helferzellen, die Teil der körpereigenen Immunabwehr sind, und zerstört sie. Helferzellen koordinieren die Einsätze des Immunsystems. Je weniger davon da sind, desto schlechter werden Krankheiten abgewehrt –AIDS macht sich oft schleichend bemerkbar. Die ersten Symptome sind unauffällig. Die Betroffene fühlen sich anfangs unwohl, die Schleimhäute verändern sich und es treten Verdauungsbeschwerden auf.

HIV-Infizierte: Leichtes Ziel für Erreger


Schließlich sinkt die Zahl der Helferzellen so stark, dass der Körper sich nicht mehr richtig gegen Eindringlinge wehren kann. Infekte, die für andere Menschen harmlos sind, haben bei AIDS-Kranken leichter tödliche Komplikationen.

HIV ist behandelbar, nicht heilbar


Die Wissenschaft forscht intensiv an einem Heilmittel gegen HIV. Bisher lässt sich das Leben der Betroffenen mit Medikamenten lediglich verlängern. Dabei gilt, je früher die Krankheit erkannt und behandelt wird, desto besser. Durch die Therapie verringert sich auch die Ansteckungsgefahr für andere, denn sie reduziert die Zahl der HI-Viren im Blut. In vielen Entwicklungsländern haben Infizierte aber nur schlechten Zugang zu Medikamenten oder sie sind zu teuer.

HIV-Test gibt Sicherheit


Aufschluss über eine mögliche Ansteckung gibt ein HIV-Test. Dabei wird untersucht, ob sich bereits Viren oder Virenbestandteil nachweisen lassen. Wer sechs Wochen nach dem vermuteten Infektionszeitpunkt negativ getestet wird, hat sich höchstwahrscheinlich nicht angesteckt. Insgesamt lassen sich immer noch zu wenig Menschen testen. Die WHO schätzt, dass rund die Hälfte der Infizierten nichts von ihrer Erkrankung wissen.

Safer Sex schützt vor HIV


„Gib AIDS keine Chance – Kondome schützen“. Kondome sind das wichtigste Mittel im Kampf gegen HIV. Safer Sex bedeutet aber auch, beim Geschlechtsverkehr kein Sperma, Scheidenflüssigkeit, Darmsekret oder Blut an den Körper des Partners gelangen zu lassen. Forscher arbeiten zudem an der Entwicklung einer Impfung gegen HIV, aber das ist im Moment noch Zukunftsmusik.

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