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Pfefferminze


Die Echte Pfefferminze ist ein bewährtes arzneiliches Heilmittel. Sie wirkt krampflösend, fördert den Gallenfluss und lindert Blähungen. Verwendet werden die Blätter der Pfefferminze bei einer Vielzahl von Magen-Darm-Beschwerden – wie Magenschleimhautentzündung, Blähungen und Erbrechen – sowie bei Störungen der Gallenblase oder –wege.
Als Kreuzung der Arten Mentha spicata (Grüne Minze) und M. aquatica (Wasser-Minze) ist die zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) gehörige Echte Pfefferminze (M. x piperita) vor über 200 Jahren in England zufällig entstanden. Aufgrund ihrer arzneilich verwendbaren Wirkung wird sie seither kultiviert.

Die mehrjährige, bis zu 90 Zentimeter hohe Pfefferminze trägt von Juni bis August rosafarbene, ährenartige Blütenstände an den Enden der rötlichen Stängel. Abwechselnd an den Stängeln angeordnet (wechselständig) wachsen länglich-elliptische, unbehaarte und leicht gezähnte Blätter (Menthae piperitae folium). Beim Zerreiben der Pfefferminz-Blätter wird das in Drüsen gespeicherte ätherische Öl (Pfefferminzöl, M. piperitae aetheroluem) freigesetzt, das den typischen, intensiven Minze-Geruch verströmt. Der Geschmack der Blätter ist leicht pfefferartig, was zur Bezeichnung Pfefferminze (lateinisch: piperita = gepfeffert) führte.

Wildwachsend kommt die Pfefferminze so gut wie nicht vor, da sie sich sofort mit anderen Minze-Arten kreuzt. Deshalb findet man diese Art fast ausschließlich in landwirtschaftlichen Nutzkulturen.
Für die Gewinnung der Blätter für Tee oder Trockenextrakte kultiviert man die Pflanze in Deutschland, Spanien und Bulgarien. Zur Herstellung des ätherischen Öls pflanzt man die Pfefferminze in großem Maßstab in den USA, in Südamerika und Asien an.

Welche Heilkraft steckt in der Pfefferminze?
Die heilsame Wirkung der Pfefferminze wird hauptsächlich dem ätherischen Öl in den Blättern zugeschrieben. Dieses enthält hauptsächlich Menthol sowie in geringeren Konzentrationen Menthon, Menthylacetat und Menthofuran. Flavonoide und Gerbstoffe wie die Rosmarinsäure sind weitere heilsame Bestandteile der Pfefferminze.
Diese Inhaltsstoffe wirken vor allem krampflösend, gallenflussfördernd und blähungslindernd. Pfefferminz-Blätter werden daher bei sogenannten dyspeptischen Beschwerden (Überbegriff für unterschiedlichste Beschwerden im Magen-Darm-Bereich) sowie bei Beschwerden im Bereich der Gallenblase und -wege arzneilich eingesetzt. Die schwach betäubende Wirkung des Menthols auf die Magenschleimhaut lindert zudem Übelkeit, Brechreiz oder Erbrechen.

Das ätherische Öl (Pfefferminzöl) wird unter anderem bei Spannungskopfschmerz, Muskel- und Nervenschmerzen sowie Entzündungen der oberen Atemwege eingesetzt.

Wie wird die Pfefferminze angewendet?
Medizinisch verwendet werden die frischen oder getrockneten Blätter der Pfefferminze zur Zubereitung von Tee-Aufgüssen (mittlere Tagesdosis drei bis sechs Gramm Blätter übergossen mit heißem Wasser). Der Wirkstoffgehalt im Tee kann aber je nach Anbaugebiet, Sorte und Erntezeitpunkt mitunter erheblich variieren.
Für eine medizinische Anwendung sind dem Pfefferminz-Tee daher alkoholische oder wässrige Auszüge, Flüssig- sowie Trockenextrakte vorzuziehen. Empfohlen werden dabei Pfefferminz-Präparate, die der Arzneibuch-Qualität entsprechen, also deren Wirkstoffgehalt genau festgelegt ist. Diese Produkte sind nur in der Apotheke zu erhalten. Soll die Pfefferminze ihre Wirkung vor allem im Darm entfalten, können ihre Öle auch in Kapselform angewendet werden. Die Wirkstoffe gelangen dann in besonders hoher Konzentration an ihren Wirkort.

Welche Nebenwirkungen kann die Pfefferminze auslösen?
Magenempfindliche Personen reagieren bei innerlicher Anwendung von Pfefferminze beziehungsweise deren Präparaten gelegentlich mit Magenbeschwerden.

Was Sie bei der Anwendung von Pfefferminze beachten sollten
Wer an chronischen Gallensteinen, Gallenblasenentzündungen, dem Verschluss der Gallenwege oder an Leberschäden leidet, sollte Pfefferminze nicht innerlich anwenden.
Bei chronischen Magenbeschwerden verzichten Sie bitte auf die auf die Langzeitanwendung von Pfefferminztee. Geeigneter sind dann Tee-Kombinationen aus Pfefferminze und Kamille zu gleichen Teilen.
Wenn Sie Pfefferminzöl mit einer Dosis von über 100 Milligramm anwenden wollen, sollten Sie dies nur in Form von magensaftresistenten Weichgelatinekapseln und nicht länger als sechs Monate tun.
 

Apotheke Regenwald
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